Patina
Die über Jahre gewachsene Oberflächenschicht auf Münzen.
Auch: Tönung · Oxidschicht · Anlaufschicht
Patina ist die dünne Schicht, die sich mit den Jahren auf der Oberfläche einer Münze bildet: bei Silber durch Schwefelverbindungen aus der Luft, sichtbar als goldbrauner bis blauschwarzer Ton, bei Kupferlegierungen als grünliche oder braune Färbung. Sie ist keine Verschmutzung, sondern eine chemische Umwandlung der äußersten Metallschicht.
Bei Sammlerstücken ist eine gleichmäßig gewachsene Patina erwünscht — sie belegt das Alter und schützt das Metall vor weiterer Reaktion. Wer sie wegputzt, trägt Material ab und hinterlässt Mikrokratzer; gereinigte historische Münzen verlieren dadurch dauerhaft an Sammlerwert. Für den Materialwert ist die Patina dagegen bedeutungslos, ihr Gewicht zu gering. Im Zweifel gilt: nicht putzen, sondern zuerst einschätzen lassen.
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