Schmelzwert von 835er Silber
835er Silber sitzt zwischen Besteck- und Sterlingqualität: typisch für europäische Umlaufmünzen bis in die 1960er und für Schmuck aus der Mitte des 20. Jahrhunderts — vieles davon liegt heute in Münzkassetten und Nachlässen.
Punzen: 835 · Halbmond & Krone · Feinheit 835 ‰
Der Schmelzwert ist der reine Materialwert — Ankäufer zahlen darunter, weil Marge und Scheidekosten abgehen. Richtwert, kein Angebot.
Wo kommt 835er Silber typischerweise vor?
In den Geldbörsen des 20. Jahrhunderts: Die Schweiz prägte ihre Umlauffranken bis 1967 aus 835er Silber, die Niederlande nutzten den Feingehalt für Gulden-Münzen, und deutscher Schmuck der 1950er und 60er trägt die Punze oft neben Halbmond und Krone. Reines Anlagesilber wurde daraus nie geprägt.
Sind alte Silbermünzen mehr wert als ihr Schmelzwert?
Manchmal deutlich: Seltene Jahrgänge und gute Erhaltungen haben einen Sammlerpreis, der den Materialwert weit übersteigen kann. Kursmünzen häufiger Jahrgänge in Umlauferhaltung werden dagegen tatsächlich nach Gewicht gehandelt. Im Zweifel: Jahrgang nachschlagen, bevor das Stück im Schmelztiegel landet.
Wie unterscheide ich 835 von 800 und 925?
Nur über die eingeschlagene Zahl — mit bloßem Auge ist der Unterschied nicht zu sehen. Die Punze sitzt bei Münzen nicht im Motiv (dort steht der Nennwert), sondern ergibt sich aus dem Münztyp; bei Schmuck und Gerät steht sie meist nahe der Herstellermarke. Pro Gramm liegen zwischen 800 und 925 rund 15 Prozent Materialwert.
Rechenbeispiel
Zwanzig Schweizer 1-Franken-Stücke der Prägejahre bis 1967 wiegen je 5 g — zusammen 100 g bei 835 Promille, also 83,5 g Feinsilber. Beim Beispielkurs von 55 € je Feinunze sind das 147,65 €. Gut erhaltene Jahrgänge können für Sammler mehr wert sein als ihr Silber — erst prüfen, dann schmelzen.
Andere Stückelung oder Feinheit? Der freie Schmelzwert-Rechner nimmt jede Punze und auch Karat-Angaben. Und wo der Handel über dem Materialwert liegt, hilft der Aufgeld-Rechner weiter.
Andere Feinheiten
Alle Werte sind Richtwerte auf Basis des angezeigten Kurses — kein Ankaufsangebot, keine Anlageberatung. Tatsächliche Ankaufspreise liegen unter dem Schmelzwert (Marge, Scheidekosten); Kurse schwanken laufend.